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Immer mehr Menschen treffen die bewusste Entscheidung, vegan zu leben. Viele Gründe, ob gesundheitliche oder moralische Aspekte, sprechen für eine vegane Ernährung. Im Folgenden erfährst du, welche Vorteile eine ausschliesslich pflanzliche Ernährung mit sich bringt und was du beachten solltest, wenn du vegan essen möchtest.

Vielfältige Gründe für eine vegane Ernährung

Angesichts der tierverachtenden Praktiken in der Massentierhaltung, deren negativer Auswirkungen auf die Umwelt sowie der Verbreitung von lebensbedrohlichen modernen Zivilisationskrankheiten, wird die vegane Ernährung für eine steigende Anzahl von Menschen zur bevorzugten Lebensweise. Vegan zu essen bedeutet, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Honig sowie alle daraus hergestellten Lebensmittel und Speisen strikt zu meiden. Menschen, die vegan leben, verzichten zudem auf die Verwendung von Kosmetikartikeln mit tierischen Inhaltsstoffen sowie das Tragen von Kleidung aus tierischen Fasern und Leder.

Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, denn die industrielle Produktion von tierischen Erzeugnissen ist für einen erheblichen Anteil der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig drücken Veganer durch ihre pflanzliche Lebensweise ihre Ablehnung dem Töten von Tieren und den katastrophalen Zuständen in der Massentierhaltung gegenüber aus. Nicht zuletzt spielen neben ethischen auch gesundheitliche Überlegungen und geschmackliche Vorlieben eine wesentliche Rolle.

Gesund leben mit pflanzlicher Kost

Ausgewogen und abwechslungsreich vegan zu kochen, bedeutet, den Körper mit hohen Mengen an bioverfügbaren Nährstoffen zu versorgen. Entgegen weit verbreiteter Vorurteile leiden Veganer keineswegs unter Protein- und Eisenmangel, sondern leben oft deutlich gesünder als Menschen, deren Ernährung zu einem hohen Anteil aus tierischen Produkten besteht. In diesem Zusammenhang gilt natürlich: wie jeder Lebensstil hängt auch eine gesunde vegane Ernährung wesentlich von der Wahl der Lebensmittel ab.

Es ist durchaus möglich, sich mit Sojaprodukten, pflanzlichen Fertiggerichten sowie Backwaren und Süssigkeiten langfristig vegan zu ernähren. Mangelerscheinungen sind jedoch in diesem Fall ebenso zu erwarten wie bei einer ähnlichen Ernährung, die Fleisch und tierische Produkte miteinbezieht. Wenn du dich gesund pflanzlich ernähren möchtest, solltest du auf einen abwechslungsreichen Speiseplan achten, der dir alle benötigten Nährstoffe in ausreichenden Mengen zur Verfügung stellt – von allen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Antioxidantien bis zu hochwertigen Proteinquellen, Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Omega-3-Fettsäuren.

Nährstoffreich vegan kochen – so geht’s.

Studien haben gezeigt, dass Menschen, die ausgewogen vegan leben, ein deutlich geringeres Risiko in sich tragen, an ernährungsbedingten Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Gicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Krebs zu leiden. Dies liegt vor allem daran, dass Veganer im Gegensatz zu Menschen mit einer konventionellen Ernährungsweise nur selten unter einem Nährstoffmangel leiden. Durch die hohen Mengen an Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, die eine ausgewogene pflanzliche Kost naturgemäss beinhaltet, kann in den meisten Fällen eine Zufuhr aller wichtigen Vitamine und Mineralstoffe gewährleistet werden. Durch den Verzicht auf Milchprodukte sind Menschen, die vegan essen, jedoch auf alternative pflanzliche Kalzium-Quellen angewiesen. Ernährungswissenschaftler sprechen sich dafür aus, dass das in verschieden Sorten von Nüssen, Trockenfrüchten, Blatt- und Kohlgemüse, Tofu oder Kichererbsen enthaltene Kalzium eine mindestens ebenso hohe Bioverfügbarkeit aufweist wie jenes in Milchprodukten. Auch eine ausreichende Proteinversorgung kannst du mit pflanzlichen Quellen problemlos sicherstellen. Nüsse und Samen, vollwertige Getreide- und Urgetreidesorten sowie Hülsenfrüchte liefern hohe Mengen an optimal verwertbarem Eiweiss, das den natürlichen Bedarf des menschlichen Körpers zu hundert Prozent deckt.

Vegane Rezepte – überraschend vielfältig und nährstoffreich

Wenn du ausgewogene vegane Rezepte studierst, wirst du feststellen, dass diese eine überraschende Vielfalt an unterschiedlichen Lebensmitteln und kulturellen Einflüssen, Gewürzen und Kräutern bieten. Aus gutem Grund entdecken viele Menschen die vegane Lebensweise auch aus geschmacklichen Überlegungen für sich. Vegan zu kochen bedeutet, abwechslungsreich zu geniessen und stets neue und überraschende Geschmacksrichtungen zu entdecken. Daher liegen vegane Restaurants immer mehr im Trend und erfreuen sich auch unter Gourmets, die grundsätzlich eine Mischkost bevorzugen, auf internationaler Ebene wachsender Beliebtheit. Mit bunten Salaten, aromatischen Gemüseeintöpfen, Sojaprodukten als schmackhafter Fleischersatz sowie Pilzen und Hülsenfrüchten steht Menschen, die vegan essen, eine unendliche Fülle an Rezeptideen zur Auswahl.

Nahezu der gesamte Nährstoffbedarf kann mit einer bewussten und genussvollen veganen Ernährung optimal gedeckt werden. Selbst Omega-3-Fettsäuren können dem Körper auch ohne Verzehr von Fisch in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellt werden. Wenn du Salate, Dips und Aufstriche mit Leinöl zubereitest, verfügt dein Körper über deutlich höhere Mengen an Omega-3-Fettsäuren als jener eines Menschen, der regelmässig fetten Seefisch isst. Lediglich die Versorgung mit Vitamin B12 stellt für Veganer eine grosse Herausforderung dar, da dieser lebenswichtige Nährstoff in pflanzlichen Lebensmitteln nur in Spuren enthalten ist. Wenn du dich dafür entschieden hast, deinen Speiseplan ausschliesslich auf vegane Rezepte aufzubauen, kannst du deinen Bedarf jedoch problemlos mit einem hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel decken – für eine rundum gesunde, ausgewogene und für Mensch und Umwelt ethische Lebensweise.

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