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Zahlreiche Studien belegen, dass die vegetarische Ernährung langfristig einen äusserst positiven Einfluss auf die allgemeine Gesundheit ausübt. Menschen, die Vegetarier werden, können ihr individuelles Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu erkranken, um bis zu vierzig Prozent senken. Im Folgenden erfährst du, was du bei einer vegetarischen Lebensweise beachten solltest, um deinem Körper alle wichtigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zuzuführen.

Vegetarismus schont Tier, Umwelt und Mensch

Vielfältige Gründe sprechen dafür, sich für die vegetarische Ernährung zu entscheiden. Die Beweggründe für Menschen, Vegetarier zu werden, sind vorrangig ethischer Natur. Sie sprechen sich gegen die Tötung von Lebewesen aus und lehnen den Verzehr von Fleisch und Fisch daher konsequent ab. Gleichzeitig leisten sie auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, da die Massentierhaltung und Produktion von Fleisch einen beträchtlichen Anteil der Treibhausgase verursachen. Vegetarismus ist jedoch auch in Hinblick auf die menschliche Gesundheit mit unzähligen Vorteilen verbunden. Wissenschaftler bringen eine Vielzahl von typischen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck oder Gicht mit dem regelmässigen Konsum von Fleisch in Verbindung. Studienreihen kamen zu dem Ergebnis, dass Vegetarier deutlich seltener an Gefässerkrankungen, Stoffwechselstörungen und verschiedenen Krebsarten leiden als Menschen, die regelmässig Fleisch zu sich nehmen. Auch das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, kann durch eine vegetarische Ernährung drastisch gesenkt werden. Aus gutem Grund leitet sich der Begriff „vegetarisch“ vom Lateinischen ab und bedeutet übersetzt „lebendig“ oder „frisch“.

Die vegetarische Lebensweise als ausgewogene Ernährungsform

Viele Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, werden mit gut gemeinten und besorgten Ratschlägen ihrer Mitmenschen geradezu überhäuft. Noch immer ist das Vorurteil, eine vegane oder vegetarische Lebensweise führe unweigerlich zu Mangelerscheinungen, weit verbreitet. Entgegen dieser Annahme ist der menschliche Körper jedoch durchaus in der Lage, auch aus pflanzlichen Lebensmitteln nahezu alle wichtigen Nährstoffe optimal zu verwerten. Menschen, die sich ausgewogen vegetarisch ernähren, leiden weder unter Eisenmangel noch führen sie ihrem Körper zu wenig Mineralstoffe oder lebenswichtige Fettsäuren zu. In vielen Fällen sind pflanzliche Quellen im Vergleich zu Fleisch und Fisch sogar die besseren Lieferanten für bestimmte Vitamine und Mineralstoffe – vorausgesetzt, sie stammen aus ökologischer Landwirtschaft und werden in einer möglichst ursprünglichen Form verzehrt beziehungsweise zubereitet. Da Menschen, die sich vegetarisch ernähren, in der Regel nicht auf Milchprodukte und Eier verzichten, können sie auch eine ausreichende Versorgung ihres Körpers mit wertvollen tierischen Proteinen gewährleisten.

Die wichtigsten Nährstoffe, auf die Vegetarier achten sollten

Es besteht kein Zweifel daran, dass manche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in bestimmten Fleischsorten in besonders hohen Mengen enthalten sind. Allerdings gilt Vitamin B12 als der einzige Nährstoff, der nicht von Pflanzen gebildet wird und daher dem Menschen über tierische Lebensmittel zugeführt werden muss. Die vegetarische Ernährungsweise unterstützt die Zufuhr dieses Vitamins durch den Verzehr von Milchprodukten und Eiern. Lediglich Menschen, die vegan leben, wird zur Versorgung mit Vitamin B12 eine Supplementation mit einen hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Alle anderen Nährstoffe sind in pflanzlichen Lebensmitteln in so hohen Mengen enthalten, dass eine fleischlose Kost keinerlei Mangelerscheinungen verursachen kann. Ernährungswissenschaftliche Untersuchungen haben beispielsweise gezeigt, dass das in Haferflocken, Hirse, Trockenfrüchten, Datteln und grünem Blattgemüse enthaltene Eisen vom Körper besser verwertet werden kann als jenes in rotem Fleisch. Sogar Schwangere können mit pflanzlichen Lebensmitteln problemlos ihren Mehrbedarf an Eisen decken. Um eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren zu gewährleisten, wird der wöchentliche Verzehr von fettem Seefisch empfohlen. Leinöl, Nüsse und Samen sowie daraus kalt gepresste Öle enthalten jedoch deutlich höhere Mengen dieser Nährstoffe als Lachs oder Makrelen. Wenn du vollwertiges Getreide, Nüsse und Samen in deinen täglichen Speiseplan integrierst, ist auch ein Mangel an Zink ausgeschlossen. Mit Milchprodukten stehen dir hochwertige Jod- und Kalzium-Lieferanten zur Verfügung. Als hervorragende pflanzliche Proteinquellen gelten Hülsenfrüchte und Nüsse.

Wenn du Wert auf einen ausgewogenen und abwechslungsreichen Speiseplan legst, kann der Vegetarismus für dich den Weg in ein deutlich gesünderes Leben bedeuten. Mit der unendlichen Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln und Milchprodukten bietet diese Ernährungsform viele Möglichkeiten einer kreativen Zubereitung schmackhafter Gerichte – und ermöglicht dir, Respekt vor Tier und Umwelt auf genussvolle Weise zu leben.

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