Eine ausgewogene Ernährung ist für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden von zentraler Bedeutung. Die Lebensmittelpyramide gibt Aufschluss darüber, wie gesunde Gerichte mit hoher Nährstoffdichte zusammengestellt werden sollten.

Wer die tägliche Ernährung an der übersichtlichen Essenspyramide orientiert, führt seinem Körper alle lebenswichtigen Vitalstoffe in ausreichenden Mengen zu. Die richtige Ernährung anhand dieses bewährten Modells schützt die Körperzellen und senkt dadurch nachhaltig das individuelle Krankheitsrisiko.

Die Lebensmittelpyramide – Leitfaden für die richtige Ernährung

Der Begriff ausgewogene Ernährung gibt bereits Aufschluss über deren Grundlagen. Sie enthält alle lebenswichtigen Nährstoffe in einem ausgewogenen, auf die Bedürfnisse des Körpers optimal abgestimmten Verhältnis. Die aus sechs Stufen aufgebaute Lebensmittelpyramide wurde von Experten entwickelt, um eine ausreichende Versorgung mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, pflanzlichen und tierischen Proteinen, Ballaststoffen und Kohlenhydraten zu gewährleisten.

Zusätzlich zu der in Stufen veranschaulichten Bedeutung der einzelnen Lebensmittelgruppen stellt die Essenspyramide auch einen einfach verständlichen Leitfaden für die Gestaltung jeder Mahlzeit dar. Ob Frühstück, gesundes Mittagessen oder ausgewogenes Abendessen, anhand des Tellermodells werden vitalstoffreiche Mahlzeiten in einem ungefähren Mengenverhältnis der einzelnen Lebensmittel bildlich dargestellt.

Aufbau und Grundlagen der Essenspyramide

Jede der sechs Stufen innerhalb der Pyramide ist einer Lebensmittelgruppe zugeordnet. Die Grösse jeder Stufe gibt Aufschluss über die Bedeutung der jeweiligen Lebensmittel für die tägliche Ernährung.

Unterste und grösste Stufe der Essenspyramide

Die unterste und grösste Stufe bezieht sich auf Getränke und veranschaulicht, dass eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit für die Gesundheit eine zentrale Rolle spielt. Flüssigkeit ist für den menschlichen Körper lebensnotwendig. Sie sollte ihm daher in einer Menge von durchschnittlich zwei Litern täglich und überwiegend in Form von stillem Wasser und ungesüsstem Tee zugeführt werden. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer und grüner Tee in moderaten Mengen tragen ebenfalls zur Flüssigkeitsaufnahme bei.

Zweite Stufe der Essenpyramide

Die zweitgrösste Stufe der Essenspyramide umfasst alle Sorten von Gemüse, Obst und Pilzen. Die empfohlenen fünf Portionen täglich sollten zu drei Fünfteln aus Gemüse und zu zwei Fünfteln aus Obst bestehen, idealerweise als saisonale und regionale Produkte aus ökologischem Anbau.

Gemüse und Obst können in roher, getrockneter, gegarter und zu Direktsäften verarbeiteter Form verzehrt werden. Diese fünf täglichen Portionen gewährleisten eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen.

Dritte Stufe der Ernährungspyramide

Der dritten Stufe der Ernährungspyramide sind Kartoffeln und Hülsenfrüchte sowie Getreideprodukte wie etwa Brot, Reis und Nudeln zugeordnet. Die Vollkornvariante ist Weissmehlprodukten aufgrund des deutlich höheren Nährstoff- und Ballaststoffgehalts stets vorzuziehen. Die Lebensmittel der dritten Stufe sind vorrangig als Kohlenhydratlieferanten bedeutsam, gelten aber auch als wertvolle Quellen für pflanzliches Eiweiss.

Vierte Stufe der Lebensmittelpyramide

Tierische Proteine in Form von Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten sind in der vierten Stufe der Lebensmittelpyramide zusammengefasst. Aufgrund des deutlich höheren Vitamingehalts sollten tierische Erzeugnisse stets aus ökologischer Freilandtierhaltung beziehungsweise aus Wildfang stammen.

Fünfte und sechste Stufe der Essenspyramide

Eine wichtige Ergänzung der täglichen Ernährung sind die der fünften Stufe zugeordneten pflanzlichen Fette in Form von naturbelassenen Ölen, Nüssen und Kernen. Die fünfte Stufe umfasst zudem Butter und Butterschmalz, die gelegentlich auf dem Speiseplan stehen sollten und eine genussvolle Ernährung bereichern.

Sämtliche zuckerhaltigen Lebensmittel wie Süssigkeiten, Backwaren, industriell gefertigten Nahrungsmittel jeder Art, Limonaden sowie salzige Snacks und Konserven bilden die oberste und kleinste Stufe der Essenspyramide. Sie sollten nur gelegentlich und in möglichst geringen Mengen verzehrt werden.

Sinn und Bedeutung der Lebensmittelpyramide

Viele Menschen leiden heute an Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen oder anderen chronischen ernährungsbedingten Krankheiten und möchten daher statt einseitiger Diäten langfristig ihre Ernährung umstellen. Durch die übersichtlich strukturierte Pyramide sind bewusste Änderungen der Ernährungsgewohnheiten zugunsten einer vitalstoffreichen Kost deutlich einfacher umsetzbar.

Gesunde Gerichte des Tellermodells bestehen zu einem überwiegenden Anteil an pflanzlichen Produkten und werden durch kohlenhydratreiche Lebensmittel und Proteine tierischen und pflanzlichen Ursprungs ergänzt. So kann ein gesundes Mittagessen beispielsweise als Rohkostsalat mit Nudeln, ein ausgewogenes Abendessen aus schonend gegartem Gemüse, Kartoffeln oder Vollkornreis sowie einer kleinen Portion Fleisch oder Fisch zubereitet werden.

Wer anhand der Pyramide die Ernährung umstellen möchte, muss sich jedoch keinesfalls an strikte Vorgaben halten oder auf gelegentliche Sünden verzichten. Wichtig ist das Zusammenstellen eines täglichen Speiseplans, der sich in erster Linie an den optimalen Mengenverhältnissen der einzelnen Lebensmittelgruppen orientiert.

Basische Ernährung leicht gemacht

Die idealen Kombinationen der Nahrungsmittel in der Ernährungspyramide werden von Fachleuten oft diskutiert und interpretiert. In Hinblick auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers sind sie jedoch in jedem Fall eine wertvolle Anleitung zu einem gesunden Lebensstil. Ganzheitliche Mediziner gehen heute davon aus, dass moderne Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Krebs, Arthritis, Gicht oder Karies zumindest teilweise auf eine chronische Übersäuerung des Organismus zurückzuführen sind. Ernährungsbedingte Störungen des empfindlichen Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper führen zu Beeinträchtigungen von Stoffwechselprozessen in den Zellen aller Organe und Gewebsstrukturen. Um die Zellen vor Schäden zu schützen und deren Entgiftung anzuregen, ist eine überwiegend basische Ernährung eine wichtige Grundvoraussetzung.

Basische Lebensmittel in Form von mineralstoffreichem Obst und Gemüse sind in der zweitgrössten Stufe der Pyramide nach den Getränken zusammengefasst. Wer dieses Ernährungsmodell als Leitfaden umsetzt, integriert daher automatisch basische Lebensmittel in hohen Mengen in den täglichen Speiseplan – beste Voraussetzungen für eine langfristige Entsäuerung, einen funktionierenden Zellstoffwechsel und damit verbunden eine intakte allgemeine Gesundheit.

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