Über 50 % aller Schweizer vertrauen komplementär- und alternativmedizinischen Ansätzen. Die ganzheitliche Sicht dieser anderen Behandlungsmethoden, die sich nicht nur auf das einzelne Symptom konzentrieren wie es die Schulmedizin im Regelfall tut, gewinnt immer mehr Freunde. Besonders Heilpraktiker freuen sich über regen Zulauf. Vielleicht hast auch Du Dich bereits mit Komplementärmedizin beschäftigt und möchtest noch mehr darüber erfahren.

Komplementärmedizin – das solltest Du darüber wissen

Der Begriff Komplementärmedizin ist die Überschrift für eine Reihe von Heilmethoden, Heilmitteln und Diagnoseverfahren. Diese werden als alternative Therapie – regelmässig ergänzend zur Schulmedizin – verstanden. Beispiele sind die chinesische Medizin oder die Homöopathie.

Vielfach weist diese Alternativmedizin eine lange Tradition auf. Entsprechend alternativmedizinisch behandelnde Ärzte, Heilpraktiker und andere Komplementärtherapeuten fühlen sich dabei einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen verpflichtet. Für sie zählt nicht die nur einzelne Erkrankung und das einzelne Symptom, sie forschen nach den Ursachen. Dafür werden das Umfeld und auch die Biografie des Patienten betrachtet. Alternative Behandlungsmethoden versuchen dabei, die Selbstheilungskräfte und die Selbstregulation des Erkrankten anzuregen sowie zu stärken. Dazu wird häufig die Wahrnehmung des Patienten geschult und gelenkt. Damit unterscheiden sie sich von der klassischen Schulmedizin, die Symptome und Organveränderungen einzeln behandeln.

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Was bringt Komplementärmedizin?

Alternative Heilmethoden stärken darüber hinaus die Achtsamkeit und Selbstachtung der Patienten. Diese übernehmen so ein Stück weit selbst die Verantwortung für ihr Wohlergehen und fühlen sich entsprechenden Erkrankungen nicht mehr hilflos oder willkürlich ausgeliefert. Vielfach nehmen sich alternative Behandler sehr viel mehr Zeit für ihre Patienten als es Schulmediziner im typischen Arzt-Alltag jemals könnten. Es ist auch diese Art des Zuhörens und der besonderen Zuwendung durch den alternativen Therapeuten, die komplementärmedizinische Anwendungen für viele Menschen so attraktiv macht.

Gerade, wer sich von der Schulmedizin schon aufgegeben und nicht ausreichend beachtet fühlt, spricht vielfach auf diese “ andere Medizin“ gut an. Es kommt hinzu, dass komplementärmedizinische Behandlungsansätze in der Regel nicht die Nebenwirkungen haben, die bei klassischen Heilmitteln und Methoden auftreten können. Die alternative Medizin geht normalerweise schonender und sanfter mit dem Patienten um. Gerade auch, wer unter einer chronischen Erkrankung leidet, findet oft ergänzend Hilfe in der Alternativmedizin.

Die Komplementärmedizin kann bei der Krankenkasse als Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Wir empfehlen dir hier eine Krankenversicherungen mit den besten Angeboten und Leistungen zu wählen. Nutze dazu unseren Krankenkassenvergleich oder nimm Kontakt mit unseren Experten. Diese beraten dich über die passende Krankenkasse.

Was sind komplementärmedizinische Behandlungsmethoden ?

Alternative Medizin zeichnet sich durch eine Vielfalt von Methoden und Ansätzen aus. Wir finden hier so unterschiedliche Ansätze wie Akupunktur, Pflanzenheilkunde und Homöopathie. Oftmals kommen bestimmte manuelle Techniken zum Einsatz, aber genauso werden auch alternative Heilmittel und Arzneien verabreicht, die einen anderen Hintergrund haben als ihn vergleichbare Mittel in der Schulmedizin aufweisen. Es ist diese Varianz, die Kritiker aus dem Bereich der Schulmedizin motiviert, die Wirksamkeit vieler alternativer Methoden in Frage zu stellen. Dies fällt jedoch selbst den grössten Skeptikern angesichts jahrtausendealter Heiltraditionen wie im Ayurveda oder in der chinesischen Medizin zunehmend schwerer. Das gilt umso mehr, als alternative Heilmethoden oftmals sehr erfolgreich sind.

Geht man von der Prämisse „Wer heilt, hat Recht“ aus, kann man alternative Behandlungsmethoden nicht rundweg als unwissenschaftlichen Unfug abtun. Die guten Erfahrungen unzähliger Patienten sprechen für die Komplementärmedizin.

Mit welchen komplementär- und alternativmedizinischen Ansätzen hat man es zu tun?

Die Vielfalt ist groß und die folgende Aufzählung nicht abschließend. Jede alternative Therapie erfolgt im
Kontext einer bestimmten Heilauffassung und im Rahmen eines ganz bestimmten Weltbildes.

Typische Ansätze sind unter anderem:

  • Akupunktur und die Akupressur – Nadel-Arbeit und Druckmassagen an den Meridianen aus der chinesischen Medizin
  • Alexandertechnik – Arbeit an der eigenen Haltung nach F.M. Alexander
  • Anthroposophische Behandlungsansätze – Behandlung unter Berücksichtigung des anthroposophischen Weltbildes nach Rudolf Steiner
  • Ayurveda – traditionelle indische Therapien
  • Atemtherapie – Arbeiten mit dem bewussten Atemvorgang und der Atemtechnik
  • Autogenes Training – Entspannungsmethode nach Johannes Heinrich Schultz
  • Homöopathie – Heilung mit verdünnten Substanzen nach Samuel Hahnemann
  • Colon-Hydro-Therapie – spezielle Darmreinigung mit Spülung des Dickdarms
  • Chinesische Medizin und TCM- Ernährungsberatung – Therapie auf Basis der

Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

  • Feldenkrais – Selbstwahrnehmung des Körpers nach Moshe Feldenkrais
  • Fussreflexzonen-Massage – diagnostische und therapeutische Massagetechniken am Fuss
  • Hatha-Yoga – geistige und körperliche Trainingseinheiten nach indischer Tradition
  • Klassische Massage – manuelle Techniken am Körper
  • Naturheilpraktik – System natürlicher Heilansätze
  • Phytotherapie – Pflanzenheilkunde
  • Rolfing – Bewusstseins- und Bewegungstherapie nach Ida Rolf

Wichtig ist es, den für sich passenden Behandlungsansatz zu finden. Dazu solltest Du Dich bei Interesse an einer bestimmten Alternativmethode zuerst detailliert dazu informieren. Die Krankenkasse kann Dir qualifizierte Therapeuten in dem von Dir gewählten Bereich benennen und Dich auch gezielt über die Therapie informieren. Bei einer Behandlung durch Heilpraktiker oder andere alternative Therapeuten ist es sehr bedeutsam für den Heilerfolg, dass das Vertrauensverhältnis zum Patienten stimmt. Auch sollte die Qualifikation für die entsprechende alternative Therapie nachweisbar sein. Die Krankenkasse wird Dir so auch im Einzelfall mitteilen, welche alternativmedizinischen Leistungen sie trägt.

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