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Kündigt sich ein Baby an, ist das für die überwiegende Mehrzahl der werdenden Mütter und Väter eine freudige Nachricht. Für die Familienplanung bedeutet die Entscheidung, sich auf eine Schwangerschaft einzulassen, den wichtigsten Schritt, auf den anschliessend allerdings viele weitere folgen müssen. Hier kann eine überlegte Checkliste für das Baby sinnvoll sein.

Einer der Schritte ist die Frage, wie die Leistungen der Krankenkasse aussehen und ob eventuell zusätzlich eine halbprivate oder private Krankenversicherung abgeschlossen werden muss, um den Wünschen entsprechend versorgt zu sein.

Nimm die Vorsorgeuntersuchungen wahr

Für dich als Mutter und für das Baby ist es wichtig, dass du dich regelmässig untersuchen lässt. Sobald du einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hältst, kannst du dich für einen Termin anmelden. Die erste Vorsorgekontrolle erfolgt in der Regel im Zeitraum nach acht Schwangerschaft Wochen bis zum Ende des dritten Monats und danach in einem Rhythmus von etwa sechs Wochen.

Wo und bei wem du dich untersuchen lassen willst, bleibt dir überlassen. Dies kann durch deine Hebamme bei dir zu Hause, bei deiner Frauenärztin oder in der Praxis oder im Spital sowie bei deiner Hausärztin bzw. deinem Hausarzt. Auch ein mehrfacher Wechsel zwischen Hebamme und Ärztin ist möglich.

Welche Leistungen bietet die Grundversicherung?

Von der obligatorischen Grundversicherung deiner Krankenkasse werden laut Gesetz die Betreuung durch Mediziner und Hebamme sowie die Geburt selbst übernommen. Dazu zählen beispielsweise die sieben Vorsorgeuntersuchungen und die erforderlichen Laboranalysen. Handelt es sich um eine Risikoschwangerschaft, werden auch weitere Untersuchungen bezahlt, ebenso eine Kardiotokografie.

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Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf werden jeweils in den Wochen 10-13 und 19-22 zwei Ultraschalluntersuchungen vorgenommen, die von der Grundversicherung gedeckt sind. Sollten mehrere Untersuchungen anfallen, werden sie bei ausreichender medizinischer Begründung ebenfalls übernommen. Hierzu solltest du dich bei deiner Krankenversicherung erkundigen. Im Falle einer Risikoschwangerschaft werden alle bezahlt.

Treten Komplikationen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft auf, begleicht die Krankenversicherung sämtliche Kosten, allerdings erst ab der 12. Schwangerschaftswoche und bis maximal acht Wochen nach der Niederkunft. Alle anderen Komplikationen vorher und nachher werden behandelt wie eine gewöhnliche Krankheit. Dann musst du Selbstbehalt und Franchise übernehmen.

Für einen Geburtsvorbereitungskurs erstattet die Versicherung 150 Franken, sofern er von einer Hebamme durchgeführt wird. Die Kosten für die Geburt schliesslich werden unter folgenden Voraussetzungen komplett übernommen:

Du bekommst dein Kind in der allgemeinen Abteilung eines Spitals oder ambulant. Ebenso zahlt die Kasse das Honorar für die Hebamme bei einer Geburt zu Hause oder im Geburtshaus sowie das Wochenbett in der Klinik und in Geburtshäusern, die auf der Spitalliste verzeichnet sind. Im Fall einer vaginalen Geburt gilt dies in der Regel für bis zu vier Tage, bei einem erforderlichen Kaiserschnitt für fünf Tage.

Hat die Geburt ambulant oder zu Hause stattgefunden, bezahlt deine Kasse die Nachsorge und häusliche Pflege durch die Hebamme bis zum 10. Tag danach. Ist eine längere Betreuung medizinisch begründet, kannst du die Leistungen bis zum 56. Tag nach der Geburt, also acht Wochen, in Anspruch nehmen. Reine Hausbesuche von deiner Hebamme sind auch ohne ärztliche Anordnung nach dem 10. Tag für dich kostenfrei. Abschliessend gehören zum Leistungsspektrum der Grundversicherung noch drei Stillberatungen durch eine entsprechend ausgebildete Fachperson sowie die Nachuntersuchung deines Babys zwischen sechster und zehnter Lebenswoche.

Medikamente, Hilfsmittel und andere Gegenstände – dazu zählen etwa Kompressionsstrümpfe oder eine Milchpumpe – sind ebenfalls durch die Grundversicherung gedeckt, unterliegen aber der Franchise und dem Selbstbehalt.

Kostenübernahme durch die Krankenkassen bei pränatalen Tests

Bestimmte Tests vor der Geburt sind kostenfrei für dich. Dazu zählt der Ersttrimester-Test (ETT), der bei allen Schwangeren bezahlt wird. Sollte sich beim ETT herausstellen, dass die Gefahr für die Trisomien 21, 18 oder 13 in einem höheren Verhältnis als 1:1000 liegt, zahlt die Kasse notwendige, nicht-invasive Bluttests. Für pränatale Untersuchungen auf Aminozentese und Chorionbiopsie kommt die Grundversicherung auf, wenn du als Mutter zum Geburtszeitpunkt älter als 35 Jahre bist oder das Risiko einer Chromosomenstörung festgestellt wurde. Eine solche Störung kann durch den ETT, durch Bluttests oder die so genannte Nackentransparenzmessung ermittelt werden.

Sind in der Familie bereits genetische Erkrankungen vorhanden oder werden beim Ultraschall Fehlbildungen diagnostiziert, die mit einer Erbgutstörung zusammenhängen können, übernimmt die Grundversicherung die Kosten.

Bedingungen für die Kostenübernahme alternativer Heilverfahren

Wenn du alternative Heilverfahren und Leistungen der Komplementärmedizin in Anspruch nehmen willst, solltest du unbedingt vorab mit deiner Krankenversicherung sprechen, ob sie solche Therapien finanziert. Diese Leistungen werden nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt und können auch nicht durch obligatorische Grundversicherung gedeckt werden, sondern brauchen die richtige Zusatzversicherung.

Die Durchführung der folgenden Massnahmen darf nur von Fachpersonal mit einer entsprechenden Zusatzausbildung vorgenommen werden: Behandlungen der anthroposophischen Medizin, Akupunkturen, Therapien mit Arzneimitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), klassische ärztliche Homöopathie sowie Phytotherapie.

Melde dich rechtzeitig für eine vorgeburtliche Baby Versicherung an

Was die Gesundheitsfürsorge betrifft, kannst du deine Familienplanung mit der passenden Zusatzversicherung umfassender gestalten, als es die obligatorische Grundversorgung erlaubt. Zum Beispiel wenn du im Spital halbprivat oder privat liegen, also nach der Geburt ein Zweibett- oder Einzelzimmer willst. In Letzterem besteht die Möglichkeit, dass dein Ehemann oder Lebenspartner während deines Aufenthalts bei dir im Raum übernachten kann. Deshalb ist mit Halbprivat oder Private Krankenversicherung.

Weiter ist die vorgeburtliche Krankenkasse für das Baby auch eines der Prioritäten. Du musst also nicht bis zur Geburt warten, sondern kannst das ungeborene Baby bereits im Vorfeld bei der Krankenkasse anmelden. Vorteil: Somit geht die Anmeldung bei der Krankenkasse nicht vergessen und ist bereits erledigt.

Wichtig ist allerdings, dass der Aufwand für halbprivat oder privat nur dann von der Versicherung beglichen wird, wenn du bereits vor Schwangerschaftsbeginn, also mindestens neun Monate vor der Geburt, versichert warst oder mindestens ein Jahr lang in die Zusatzversicherung eingezahlt hast. Am besten meldest du dich jetzt dafür an.

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